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Zehn Jahre für ein "Mehr" an Radverkehr

ADFC klingelt "Mit dem Rad zur Arbeit" an

Der ADFC und die Gesundheitskasse AOK warben am Montag wieder für die gemeinsame Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Auf der zentralen Auftaktveranstaltung in den Räumen der AOK Nordost in Berlin-Kreuzberg feierten Aktionsteilnehmer zusammen mit Vertretern und Unterstützern aus Politik und Wirtschaft, darunter auch dem langjährigen Co-Sponsor Paul Lange & Co., das zehnjährige Jubiläum der Aktion.

„Die Aktion steht gut da – und die Arbeitnehmer hierzulande legen inzwischen fast zehn Prozent ihrer Wege per Fahrrad zurück", sagte der stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Ludger Koopmann. Der langjährige Erfolg sei aber kein Grund, sich auszuruhen. Koopmann wünscht sich mehr Engagement durch die Politik. „Wir brauchen mehr Vorbilder, die bei der Aktion mitmachen. Für ihn sei auch völlig unverständlich, dass sich das Bundesgesundheitsministerium nicht an der Aktion beteilige.

Auftakt von Mit dem Rad zur Arbeit (v.l.n.r.) Gerlinde König (AOK Nordost), Rainer Dittrich, (Geschäftsführer Markt AOK-Bundesverband), Petra König (IHK), Michael Bölke (Umweltbundesamt), Ludger Koopmann (stellvertretender ADFC-Bundesvorsitzender).

Betriebliches Gesundheitsmanagement immer wichtiger

Das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau-Roßlau ist ein gutes Beispiel dafür, dass Gesundheitsengagement weit über die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" hinausgehen kann. UBA-Verkehrsexperte Michael Bölke erzählte von zahlreichen Aktionen, die seine Behörde jährlich rund ums Rad macht, darunter einen jährlichen Fahrradcheck für die Mitarbeiter, eine ganze Dienstfahrradflotte, um nur einige zu nennen. Bölke: „Entscheidend ist, dass es einen 'Kümmerer' gibt, der dran bleibt, die Aktionen bekannt macht und fürs Fahrradfahren wirbt.“

Betriebliches Engagement ist der richtige Weg, bestätigte auch Petra König von der Industrie- und Handelskammer: „In Zeiten von älter werdenden Belegschaften ist 'Mit dem Rad zur Arbeit‘ ein zentraler Baustein von zeitgemäßem modernen Gesundheitsmanagement in den Betrieben.“

Nach der Theorie ging es unter lautem Fahradklingeln in die Praxis auf einen ausgedehnten Fahrradkorso durch die Berliner Innenstadt, von der Zentrale der AOK Nordost über das Rote Rathaus bis zur Industrie- und Handelskammer. Die Route war symbolisch gewählt, denn Politik und Wirtschaft für eine Stärkung des Radverkehrs zu gewinnen – das ist seit Jahren das politische Ziel von "Mit dem Rad zur Arbeit“.

Berlin engagiert sich für mehr Radverkehr

172.000 Teilnehmer aus allen 16 Bundesländern meldeten sich 2010 an, stiegen aufs Fahrrad um – und waren damit nicht nur oft schneller im Alltagsverkehr unterwegs als per Auto, sondern auch fitter, umweltbewusster und – gerade in Zeiten rasant steigender Spritpreise – kostengünstiger. Kein Wunder, dass "Mit dem Rad zur Arbeit“ inzwischen die größte und langlebigste Alltagsradel-Kampagne in Deutschland ist, die auch von der Bundesregierung unterstützt sowie von zahlreichen Sponsoren gefördert wird. Zum Ende der gelungenen Auftaktveranstaltung waren sich alle einig: Die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit“ ist weiter in und Fahrradfahren liegt im Trend wie nie zuvor.

Vom 01. Juni bis 31. August heißt es wieder "Mit dem Rad zur Arbeit“: Wer teilnimmt, sollte im Aktionszeitraum an mindestens 20 Tagen per Rad an den Arbeitsplatz kommen – zumeist in kleinen Kollegen-Teams, was den Spaßfaktor und die Motivation steigert. Zudem winken den Teilnehmern wie in den Vorjahren auch 2011 wieder attraktive Preise. Paul Lange & Co. stiftet in Kooperation mit Falk 40 Navigationsgeräte vom Typ IBEX 40.

Informationen und Anmeldung unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de.

 

Fotos: ADFC/Christoph Eckelt