Bulls-Fahrer verteidigt erneut TG-Leadertrikot

26.06.2009

Thomas Dietsch, Franzose in Diensten des von Paul Lange & Co. gesponserten Team Bulls, hat auch auf der fünften von sieben Etappen der Trans Germany sein Gelbes Trikot verteidigt.


Thomas Dietsch (Mitte) im Gelben Leadertrikot. Das Grüne Bergtrikot, das der Bulls-Faher ebenfalls inne hat, trägt hier stellvertretend Alban Lakata (Foto: Küstenbrück)

Nachdem sich der Französische Meister im Bulls-Trikot bereits am Vortag mit Rang sechs in der Tageswertung der Königsetappe von Oberhof nach Bad Steben neben der Verteidigung des Grünen Bergtrikots auch einen weiteren Tag in Gelb gesichert hatte, galt es am Donnerstag auf dem schweren Teilstück von Bad Steben nach Schöneck erneut, die knappe Führung zu behaupten. Ganze 23 Sekunden Vorsprung hatte Thomas Dietsch zum Etappenstart auf den Gesamt-Zweiten Jochen Käs. Und so war die Marschroute für das Team klar: Das Tempo hoch halten und damit möglichst lange jeden Angriff auf Dietschs Führungsposition abwehren.


Stefan Sahm leistete wertvolle Führungsarbeit (Foto: Küstenbrück)

Eine Vorgabe, die Karl Platt, Stefan Sahm und Tim Böhme über nahezu die gesamten 98 Kilometer mit mehr als 2.200 Höhenmetern bergauf mit Bravour umsetzten. Stets kontrollierte ein Bulls-Fahrer das Geschehen an der Spitze, der Mann in Gelb konnte seine Kraftreserven dagegen für das Finale schonen. Dazu kam es wenige Kilometer vor dem Ziel im Schlussanstieg nach Schöneck, als Dietsch selbst die Initiative übernahm und an der Spitze einer Vierergruppe unaufhaltsam davon zog. Wenngleich den Zielsprint schließlich  Hannes Genze um wenige Zentimeter für sich entschied, konnte der Bulls-Fahrer mit dieser Leistung, die zu weiten Teilen eine echte Teamleistung war, seinen Vorsprung in der Gesamtwertung sogar noch ausbauen. Mit 1:33,5 Minuten führt Dietsch vor der sechsten Etappe am Freitag nach Oberwiesenthal vor Jochen Käs und Hannes Genze, der weitere vier Sekunden zurückliegt.


Gegen Ende des Rennens spielte Thomas Dietsch seine Stärken aus (Foto: Küstenbrück)

„Ein großes Lob an mein Team, heute ist alles perfekt gelaufen. Karl, Stefan und Tim haben toll für mich gearbeitet“, teilte der Franzose im Ziel die Lorbeeren mit seinen Kollegen. „Ich bin kein Sprinter, das hat man heute wieder gesehen. Genze war einfach schneller“, so Dietsch anerkennend. Dennoch blickt der zweimalige Europameister zuversichtlich auf das kommende Teilstück. Das Profil der sechsten Etappe liege ihm, komme doch mit dem Fichtelberg kurz vor Schluss ein langer Anstieg, an dem er seine Qualitäten voll ausspielen könne. Einziger Wermutstropfen: Auf einen seiner Helfer muss Dietsch auf den beiden Schlussetappen verzichten. Wenige Kilometer vor dem Ziel kugelte sich Karl Platt die Schulter aus und musste das Rennen unter Schmerzen verlassen.


Nach toller Teamarbeit stoppte ihn die eigene Schulter: Karl Platt (Foto: Küstenbrück)

Weiterhin auf einem Treppchenrang liegt dagegen in der Gesamtwertung der Senior-Master-Kategorie der Berliner Werner Otto, der im Shimano-Trikot des Team Paul Lange / Shimano am Start ist. Mit Platz vier auf dem Teilstück nach Schöneck setzte sich Otto im Overall-Ranking auf Platz drei fest. Durchaus beachtlich ist zudem die Mannschaftsleistung des Paul Lange / Shimano Teams, das mit Werner Otto, René Kreibich, Uli Gerber, Helmut Albert, Jürgen Dahlke, Armin Bonnet und Thomas Heuler derzeit auf einem respektablen elften Platz unter 35 registrierten Teams rangiert


Werner Otto vom Paul Lange / Shimano Team liegt derzeit auf Platz drei

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